Tipps und Inspirationen für Marrakesch

Im heutigen Beitrag teile ich mit euch meine Erlebnisse, Erfahrungen und Tipps von meinem Städtetrip nach Marrakesch. Über meinen dreitägigen Ausflug zu den Sanddünen im Südosten von Marokko erzähle ich eventuell ein anderes Mal.

Unterkunft
Wer nach Marokko/Marrakesch reist, sollte unbedingt in einem Riad übernachten. Ein Riad ist ein traditionelles Wohnhaus mit einem begrünten Innenhof und maximal zehn Zimmer.

Folgende Riads kann ich euch empfehlen:

  • Riad du Ciel
    ein sehr traditionelles und schönes Riad – die Dachterrasse bietet eine wunderschöne Aussicht auf die Medina.
    Nach der freundlichen Begrüssung wurde uns Minztee und leckeres marrokanisches Gebäck serviert. Die Gastgeber waren sehr herzlich und haben dafür gesorgt, dass wir uns rundum wohl gefühlt haben. Uns wurde sogar ein Handy mit ihren Nummern zur Verfügung  gestellt, für den Fall, dass wir uns in den Souks verlaufen (das ist uns aber zum Glück nie passiert… #ironie).
    Das Zimmer war schön eingerichtet und bot viel Stauraum sowie ein grosses Bett. Das sehr leckere und grosszügige Frühstück wird bis um 10:00 Uhr serviert.
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Riad du Ciel
  • Riad Idra
    Perfektion bis ins Detail! Karine, die Besitzerin des Riads, hat uns sehr freundlich empfangen. Omar, ein herzlicher, älterer Herr, hat uns bei der Begrüssung warme Waschtücher bereitgestellt und uns Minztee und feines Gebäck im wunderschönen Patio serviert. Auf dem Zimmer fanden wir einen schönen Strauss Rosen, eine Flasche Wasser und eine Platte mit Trockenfrüchten vor. Ausserdem wurden uns typische marrokanische Hausschuhe (Babouches) zur Verfügung gestellt, die wir mit nach Hause nehmen durften. Im Bad gab es – nebst den regulären Pflege- und Duschprodukten – je ein Parfüm für Frauen (Chance von Chanel) und Männer.
    Selbst die „Präsentation“ des Frühstücks war perfekt (siehe Fotos) – und viel wichtiger: es war reichhaltig und schmeckte sehr, sehr lecker!

Riad Jardin Secret
Das ideale Riad für alle Instagrammer und/oder Ästhetik-Fans. Ich glaube es gab keine Ecke, Pflanze oder Einrichtungsgegenstand, das nicht „instagrammable“ war. Alles war wunderschön!
Die Begrüssung war ebenfalls freundlich –  im Vergleich zu den zwei anderen Riads aber ein bisschen weniger herzlich und vor allem ohne Minztee (wie schnell man sich an solche Annehmlichkeiten gewöhnt… ;)). Der Umgang ist sehr locker und die Mitarbeitenden kümmern sich gut um die Gäste.
Das Frühstück war auch hier sehr köstlich und reichhaltig. Gegessen wird entweder auf der pittoresken Dachterrasse, oder in einer der wunderschönen dekorierten Sitzecken im Patio.

Sehenswürdikgeiten
Früh aufstehen lohnt sich, wer lange Schlangen, überfüllte Räume und/oder Fotoshootings der künftigen Instagram-Influencern (;)) aus dem Weg gehen möchte.

Wer beispielsweise beim Jardin Majorelle (wunderschön, aber leider total überlaufen) nicht zeitig vor Ort ist, den erwartet eine rund ein- bis zweistündige Warteschlange. Mein Tipp: kauft das Eintrittsticket beim nahegelegenen Yves-Saint-Laurent-Museum. Dort kann entweder ein Kombi-Ticket (Museum YSL + Jardin Majorelle) oder auch nur ein Ticket für den Jardin Majorelle respektive das YSL-Museum gekauft werden. Wir haben unser Kombi-Ticket beim YSL-Museum gekauft, sind an der superlangen Warteschlange für den Jardin Majorelle vorbeigelaufen und konnten direkt zum Eingang, ohne nochmals anstehen zu müssen.

Die wunderschöne alte Koranschule Ben Youssef ist leider wegen Renovationsarbeiten bis im Jahr 2020 geschlossen.

Essen
Ob in einer Freiluftküche auf dem Platz Jemaa el-Fna, in einem westlich angehauchten Dachterrassenrestaurant oder irgendwo im Nirgendwo am Rande der Erg Chebbi Dünen: essenstechnisch hatten wir leider kein Glück. Anstelle von gut gewürzt schmeckte das Essen eher fad. Nichtsdestotrotz empfehle ich die bekannten marrokanischen Speisen zu probieren, wie beispielsweise

  • Tajines: langsam bei niedrigen Temperaturen in einem Tontopf gegarte Speisen – meistens mit Fleisch und Obst,
  • Briouettes: kleine Blätterteigdreiecke, gefüllt mit verschiedenen Zutaten – häufig mit Lamm, Feta und/oder Spinat,
  • Pastillas: Vor- oder Hauptspeise aus Blätterteig mit süss-salziger Füllung

Selbstverständlich darf eine Tasse bzw. Kanne Minztee nicht fehlen. Minztee wurde uns bei jeder Gelegenheit serviert: sei es bei der Ankunft im Riad, beim Kauf von Gewürzen oder in einer der zahlreichen Freiluftküchen.

Kleidung
Marokko ist ein muslimisches Land. Auch wenn sich die Bewohner:innen von Marrakesch die westlichen Touristen gewohnt sind, so sollte man sich dennoch an die dortigen Kleidervorschriften halten. Sprich: Kleidung, die bis über die Knie und Schultern gehen und kein Dekolleté zeigen.

Je nach Jahreszeit kann es in Marrakesch sehr kühl werden. Die Temperaturunterschiede während unseres Besuchs im März 2018 betrugen teilweise bis zu 15 Grad. Tagsüber lagen die Temperaturen bei rund 23-25 Grad, abends bei kühlen 10-13 Grad. In meinem Rucksack hatte ich stets eine Jeansjacke und/oder einen Wollschal dabei – im Schatten, in den Palästen und Museen war es teilweise recht kühl.

Geld/Verhandeln
Auf dem Markt und teilweise auch bei Taxifahrten gehört Verhandeln dazu – wer den erstgenannten Preis bezahlt, zahlt in der Regel zu viel. Zu Beginn hatte ich grosse Mühe damit, Preise neu zu verhandeln. Nachdem mir aber einige Marokkaner:innen (Riad-Mitarbeitende) versichert haben, dass es völlig in Ordnung (oder sogar ein „Muss“) sei, habe ich es ebenfalls gewagt. Wenn auch mit schlechtem Gewissen…

2 Kommentare zu „Tipps und Inspirationen für Marrakesch

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